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Schulbesuch und Kitabetreuung

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Flüchtlingskinder können, wie alle ausländischen Kinder, eine Kindertagesbetreuung in Anspruch nehmen.

Integration von Fluechtlingskindern
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Die Finanzierung der Kita-Plätze erfolgt, wie für alle anderen Kinder, durch Landeszuschuss, Gemeindeanteil, Eigenanteil freier Träger und Elternbeitrag.

Integration von Fluechtlingskindern
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Bevor die Kinder von Flüchtlingen eine Schule besuchen dürfen, wird eine Einzelfallprüfung vorgenommen. Hier werden die sprachlichen und sonstigen Kenntnisse des Kindes geprüft, um eine geeignete Klassenzuordnung zu gewährleisten.

Integration von Fluechtlingskindern
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Für ältere Schüler im berufsbildenden Bereich werden Vorbereitungsklassen an den Beruflichen Schulzentren angeboten. Entsprechend der Kenntnisse kann eine Berufsausbildung begonnen bzw. weitergeführt werden.

Integration von Fluechtlingen

Sobald eine Flüchtlingsfamilie die Erstaufnahme-Einrichtung (EAE) verlassen hat und einer bestimmten Kommune zugeteilt wurde, unterliegen die Kinder der Familie im Alter von 6 bis 18 Jahren der Schulpflicht. Ebenso sind Kinder unter 6 Jahren berechtigt, in einer Kita betreut zu werden.

Kindertagesbetreuung

Wie alle anderen Kinder können auch Flüchtlingskinder eine Kindertagesbetreuung in Anspruch nehmen, wenn sie rechtmäßig oder auf Grund einer ausländerrechtlichen Duldung ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben. In der Regel sind diese Voraussetzungen erfüllt, wenn im Rahmen des Asylverfahrens eine Aufenthaltsgestattung nach § 55 Asylverfahrensgesetz (AsylVfG) erteilt wurde, die Familie die Erstaufnahme-Einrichtung verlassen hat und in der zugewiesenen Kommune untergebracht ist.

Für alle Kinder gelten die Rechte auf Bildung, Erziehung und Betreuung, das heißt sie haben auch einen Rechts­anspruch auf Betreuung ab Vollendung des 1. Lebensjahres bis zum Schuleintritt sowie die bedarfs­gerechte Versorgung mit einem Hortplatz.

Die Finanzierung der Plätze erfolgt wie für alle anderen Kinder durch Landeszuschuss, Gemeindeanteil, Eigenanteil freier Träger und Elternbeitrag.

Programm WillkommensKITAs

Mit der zunehmenden Aufnahme geflüchteter Kinder in den sächsischen Kindertagesstätten, sehen sich Erzieherinnen und Erzieher in den Einrichtungen u.a. mit den folgenden Fragstellungen konfrontiert: Wie gehen wir mit traumatisierten Kindern um? Wie kann man sprachliche und kulturelle Barrieren überwinden? Was verbirgt sich eigentlich hinter dem Asylrecht? Das Programm WillkommensKITAs unterstützt Modelleinrichtungen in Sachsen dabei, konkrete Antworten zu finden.

Teilnehmende Pädagoginnen und Pädagogen bauen ein lokales Unterstützungsnetzwerk mit Experten auf, zum Beispiel Migrationsberatungen. Gemeinsam tragen sie dazu bei, den Integrationsprozess vor Ort zu gestalten und Vorurteile abzubauen. So werden die WillkommenKITAs zu interkulturellen Orten, an denen Kinder aus asylsuchenden Familien willkommen sind und sich wohlfühlen.

Allgemein- und berufsbildende Schulen

Gemäß §§ 26, 28 Schulgesetz (SchulG) besteht für alle Kinder ab 6 Jahren im Freistaat Sachsen Schulpflicht unabhängig vom Aufenthaltsstatus. Um allen schulpflichtigen Kindern und Jugendlichen mit Migrations­hinter­grund einen guten Start in das sächsische Schul­system zu ermöglichen, wird in Sachsen eine besondere Bildungs­beratung bis zum Alter von 18 Jahren an einer Regionalstelle der Sächsischen Bildungs­agentur durchgeführt. Diese Regionalstellen sind in Bautzen, Chemnitz, Dresden, Leipzig und Zwickau.
Das Beratungs­gespräch dient der Information über die verschiedenen Bildungs­möglichkeiten und gibt Unterstützung bei der Frage, wie die bereits im Herkunftsland begonnene Bildungs­laufbahn in Sachsen fortgesetzt werden kann. Außerdem werden die besuchten Schuljahre im Herkunftsland anerkannt und es wird geprüft, ob ein Anerkennungs­verfahren für ausländische Bildungsabschlüsse erforderlich ist. Die besondere Bildungsberatung hat die Zuweisung in eine Schule zum Ziel. Der größte Teil der Schülerinnen und Schüler besucht zunächst eine Vorbereitungs­klasse der Grund­schulen, Ober­schulen oder einer berufsbildenden Schule zum Erlernen der deutschen Sprache.

Junge Erwachsene über 18 Jahren, die das Abitur anstreben, können dies schriftlich bei einem Kolleg in Sachsen (Breitenbrunn, Freiberg, Leipzig) beantragen. Das Kolleg lädt zur besonderen Bildungsberatung ein. An den Kollegs gibt es Vorbereitungsklassen zum Erlernen der deutschen Sprache.

Über 18-Jährige, die eine Arbeit oder einen Sprachkurs aufnehmen möchten, benötigen keine besondere Bildungsberatung. Die Sprachkursangebote sowie die Angebote bzw. Maßnahmen der Bundesagentur für Arbeit in einer Region sind alle im Internet unter KURSNET abrufbar.

Vorbereitungsklassen

In der Vorbereitungsklasse erhalten die Schülerinnen und Schüler Unterricht im Fach „Deutsch als Zweitsprache“. Vor allem lernen sie neben Alltagssprache die für den Regelunterricht notwendige Bildungssprache. Das Erlernen der deutschen Sprache ist in drei Etappen untergliedert:

  • In der ersten Etappe werden zunächst grundlegende alltagssprachliche Kenntnisse vermittelt.
  • In der zweiten Etappe lernen die Schülerinnen und Schüler weiterhin Deutsch als Zweitsprache in der Vorbereitungsklasse. Parallel dazu nehmen sie am Unterricht in weiteren Fächern in ihrer neuen Klasse, in die sie integriert werden, teil. So lernen sie auch die neuen Mitschülerinnen und Mitschüler kennen. Ziel ist die schnellstmögliche Integration in die Regelklasse.
  • In der dritten Etappe lernen die Schülerinnen und Schüler in der Regelklasse. Sie sind jetzt in der Lage, in allen Unterrichtsfächern in der neuen Klasse zu lernen. Begleitend wird das Fach Deutsch als Zweitsprache unterrichtet, um die Sprachkompetenz weiter zu entwickeln, die für einen Schulabschluss erforderlich ist.

In den beiden ersten Etappen ist die Betreuungslehrerin bzw. der Betreuungslehrer an der Schule der wichtigste Ansprechpartner. Sie helfen auch bei allgemeinen Fragen zum Schulalltag.

Grundsätzlich gilt, dass für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund die gleichen pädagogischen Maßnahmen zur Verfügung stehen, wie für alle übrigen Schülerinnen und Schüler auch.

Brunhild Kurth, Staatsministerin für Kultus

Deutscher Arbeit­geber­preis­

Deutscher Arbeitgeberpreis für Bildung 2016

»Chance Vielfalt! Bil­dung für ge­lin­gende Inte­gra­tion«

WillkommensKITAs

Integrationsprojekt WillkommensKITAs

Was ist eine Willkom­mens­KITA?

Blog Staatsministerium für Kultus

Blog der Pressestelle des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus

Weitere Informationen rund um das Thema Flüchtlinge und Schule

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 www.chance-for-science.de
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